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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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scheu unter freiem Himmel sagen, das melden sie sich Lei ihrerVereinzelung im Norden durch Flugblätter.

Schon durch das Getrenntsein der Familien, welches von dereinen Seite die häuslichen Tugenden im Norden z» einer Voll-endung erhöht, die dem Süden fremd ist, hingegen aber die Theil-nahme am Allgemeinen schwächt, wird die Monarchie, welchefür Alle sorgen soll, Bedürfniß, wie durch Naturgebot. InSüden, wo sich Alles tm Freien berührt und verhandelt, kannGedanke 'und Neigung zur Demokratie, weil das Volk sich überallselbst steht, leichter reifen. Aus demselben Grunde aber gedeihtauch hier leichter Despotismus mit allen Gräueln, weil die Men-schen, weniger durch häusliche Tugend veredelt, unter einandergleich immerwährenden Reisenden sind, die einander zwar kennen,aber doch fremd und auf der Hut stehen. Sie sind geselliger, abgc-schliffener, geschmeidiger, aber kennen minder jene Herzlichkeit,Treue, Freundschaft und Zärtlichkeit, die im Norden heimisch woh-nen. Furcht Aller vor Allen gebiert da Parteiung statt Freund-schaft. Parteien sind es aber allezeit gewesen, welche den Tiranneuauf den Thron führten und ihm, statt des Gesetzes, das Schwertin die Hand gaben. Der Gewalthcrr, nachdem er die Feinde seinerFreunde gedemüthigt, weiß, von wem er, nächst ihnen, das Meistezn fürchten hat. Es sind die, welche ihm Thron und Schwertgaben, und ihm beides wieder entreißen können. Darum stellt erbeides wider sie selbst.

Die Geschichte der südwärts wohnenden Nationen ist daher vonjeher glänzender durch wechselvolle Schicksale und durch den Wi-derspruch der erhabensten und verworfensten Gestnnnngen und Thatengewesen. Die Menschheit entfaltete sich dort in allen Anlagenfrüher, kräftiger und mannigfaltiger. Griechenland und Rom,

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