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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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ohne Königthum; und als die Niederlande das Joch des spanischenNero gebrochen hatten, erhoben sic das Haus Oranien an dieSpitze ihrer Verwaltung, wenn auch nicht mit der Krone, dochmit der gesetzlich geordneten Macht eines Fürsten. Im Südenginge» die meisten Revolutionen aus den Völkern hervor; imNorden wurden sie nur meistens von Höflingen gemacht.

Der mildere Himmelsstrich der Südländer hat ans Regsamkeitund Reizbarkeit der daselbst wohnenden Völkerschaften mächtigenEinfluß. Sie werden daher zu staatsthümlichcn Umgestaltungenschneller Hand bieten, und anhaltender als die Nordsöhne überdie Grenzen der Mäßigung hinansschweifen. Der Geist im Nordenist sinnig und schafft große Ideen. Aber der Geist im Süden ruftden großen Ideen keck aus dem Reiche des Möglichen ins wirk-liche Leben herüber. Auch dazu hilft viel der mildere Himmel,der die Menschen aus den engen Wohnungen hervorlockt und einöffentliches Leben gebeut. Da findet man weniger Gefallen anSprache der Schrift, als an Sprache des Mundes. Einer theiltsich redselig dem Andern mit. Alles geschieht im Freien, wo mansich begegnet, und selbst Menschen, die einander wenig kennen,mögen dennoch mit einander sich freuen und trösten, zusammentanzen und streiten und Unternehmungen beschließen. Das Landund die Gegend ist ihnen gar oft bekannter, als das Haus, inwelchem sie schlafen.

Hingegen die Bewohner des Nordens werden von der Längeihres Winters in verschlossene Zimmer, in vereinzelte Gesellschafts-zirkel, Schulen und Einsamkeiten gebannt. Die flüchtige Anmnthdes Sommers ist nur Erholung. Daher wird durch Macht derGewöhnung ihnen das Haus wichtiger, als der Staat, und dieFamilie geht ihnen über das Volk. Was sich im Süden die Men-