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ein rechtschaffenes Leben gar wohl bestehen kan»/ gehö-ren zu den Gütern des niedrigsten Ranges. Die Kräf-ten der Seele aber/ ohne welche ein solches Leben nichtmöglich wäre, sind Güter mittleren Ranges. Von denTugenden ist gar kein Mißbrauch möglich; die übrigenGüter dagegen / nämlich sowohl die ideS Mittlern/ als diedes niedrigsten Ranges können/ wie znm Guten gebraucht/also auch znm Böse» nüßbraucht werden. Die Tugendaber kann deßwegc» nicht mißbraucht werde»/ weil ihrWesen gerade in einem guten Gebrauch solcher Dingebesteht, von welchen sonst auch ein böser Gebrauch ge-macht werden rann. Ein guter Gebrauch kann aber nie-mals ein böser Gebrauch seyn. Deßwegen hat der grosseund überschwänglich gute Gott nicht bloS Güter hohe»/sondern auch Güter mittleren und nieder» Ranges seynlassen. PreiSwürdigcr leuchtet aus den Gütern hohen/als aus den Gütern mittler»; preiSwürdigcr auch ausden Gütern mittleren/ als aus den Gütern des niedrig-sten Ranges die Güte Gottes in unsere Augen; alleinpreiSwürdigcr ist Gott in dem Daseyn aller Dinge/ alser seyn würde/ wenn einige Dinge nicht daseyn würden.Und an einem andern Orte sagte ich: „Halte du mirunerschütterlich fest den frommen Glaube«/ daß gar alleGüter/ welche du empfinden/ oder erkennen/ oder auchnur denken kannst/ einzig von Gott ihren Ursprung ha-ben." Und wieder an einem andern Orte heißt cS:»Aber obgleich der Mensch ans frcycm Willen gefalle»
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