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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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Z w e y t e s Buch,

I.

Doch erkläre mir vorerst/ wenn möglich / warum Gottdem menschlichen Willen die Wahlfrcyheit gegeben habe:denn ohne diese vermöchte der Mensch ja nicht zu sün-digen. Aug. Weißt du den ganz gewiß/ Gott habedem Menschen gegeben/ wa§ deiner Meinung zufolgeihm nicht hätte gegeben werden sollen? EVod. So vielich im vorigen Buche cingcsehen zu haben glaube/ istuns Wahlfreyheit / und mit ihr das Vermögen zn sün-digen gegeben. Au g. Allerdings wurde dieses im vori-gen Buche anschaulich gemacht; allein meine Fragewar/ ob du wissest/ daß Gott uns das Vermögen zu,sündigen gab/ welches wir wirklich und augenscheinlichhaben? Evod. Niemand als Gott: denn von ihmallein haben wir unser DaseyN/ und werden nach Ver-dienst gestraft/ wenn wir BöseS; belohnet/ wenn wirGutes thun. Aug. Ich möchte aber wissen/ ob du die-ses klar cinsehest/ oder b'los/ ohne Einsicht in die Sache/auf irgend ein Ansehen hin willig glaubest. Evod.Anfänglich glaubte ich dieses bloß auf Ansehen hin;