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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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Munde eines Lasterhaften kommen könnte/ ist unmög-lich, daß der Mensch von Natur aus zum Sündigengezwungen werde." Und fernerS:Was für eine demWillen vorhergehende Ursache des Willens könnte wohlmöglich seyn? denn entweder ist diese Ursache der Willenselbst, und jedes Wollen hat seinen Ursprung einzig ausdem Willen; oder sie ist kein Willen, und dann auchkeine Sünde. Demnach ist die erste Ursache der Sünde-entweder der Willen; oder die erste Ursache der Sünde,ist keine Sünde; aber jede Sünde kann mit Recht nurdem Sünder zugercchnct werden: folglich muß jedeSünde ausschließlich dem Willen zugercchnct werden."Und bald darauf heißt es:Wer sündiget in dem, wasauf keine Weise vermieden werden kann? ES gicbt aberSünden; also können sie vermieden werden." Diesemeine Ausdrücke führt Pelagius in einem seiner Bücherals Zeugniß an, daß meine Lehre mit der seinigeu übcr-cinstimme. Das Buch, in welchem ich hierüber demPelagius geantwortet hatte, erhielt von mir die Auf-schrift:Don der Natur und der Gnade." Zndiesen und dergleichen Werken, bey welchen ich derGnade nur so beyläufig als eines Gegenstandes, der nichtzur gegenwärtigen Abhandlung gehörte, Erwähnungthat, meinen die Pelagianer, oder können wenigstensmeinen, ihre eigene Lehre von der Gnade zu finden.Allein dieses ihr Meinen ist ein eitler Wahn: denn durchdie genannten Ausdrücke wurde mehr nicht gesagt, als