Z18
fähige Bewegung der Seele sey / und daß jeder Unter-richt/ welcher hierüber gegeben werde/ dazu ersprießlichund wirksam sey/ daß man eine solche Bewegung derSeele mißbillige und verhindern/ und aus der Versun-kenheit in zeitliche Dinge / zum Genüsse des immerwäh-renden Gutes den Willen umwandele." Und wieder aneinem andern Orte sagte ich: „Auf dich beziehen sschdurchaus die Worte der Wahrheit: denn unmöglichkönntest du überzeugt seyN/ cs liege irgend etwas inunserer Macht/ wenn wir nicht thun/ was wir thuuwollen. Deßwegcn ist nichts so auffallend in unsererMacht/ als unser Willen selbst; denn dieser ist aus keineWeise von unscrm jedesmaligen Wollen getrennt." Wie-der an einem andern Orte sagte ich: „Wenn du gelobetwirst/ weil du erkennst / was du zn thun schuldig bist/zumal du solches nur im Lichte der unwandelbarenWahrheit zn erkennen vermagst; wie vielmehr muß der-jenige gepriesen werden/ welcher nicht nur das Wollendessen/ was man zu thun schuldig ist/ gcbothen/ unddie Macht cS zu thun gegeben/ sondern auch auf dasNichtthunwollcn dessen/ was er gebothe»/ Strafe gesetzthat"? tzch fügte noch die Worte bcy: „Denn wennjeder schuldig ist/ waö er empfangen hat/ und wennder Mensch so geschaffen wurde/ daß er nothwendig sün-digen muß/ so ist er gehalten/ zu sündigen." „Sündi-gend thut demnach der Mensch / was er zu thun nichtumhin kann. Da nun eine solche Ncde nur aus dem