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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
312
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nachzuahmen lüstern wird, um zum Genüsse eigenerSelbstständigkeit zu gelangen/ fällt sie um so tiefer/als höher sie sich erschwingen will. Und so ist Anfangjeglicher Sünde der Stolz/ und Anfang jeglichen Stol-zes im Menschen der Abfall von Gott (Lccles. 10/ 14 ).Zum Stolze des Teufels aber gesellte sich der böswilligsteNeid/ so/ daß er auch den Menschen znm Stolz beredenwollte/ zu einem Stolze/ den er als Ursache seiner Vcr-dammniß fühlte. Deßwcgcn wurde der Mensch gestraft/nicht/ um ihn zu zerstören/ sondern um ihn zu bessern/indem der Herr/ durch welchen uns ewiges Leben ver-heißen wird / ihm ein Muster der Demuth zur Nach-ahmung vor die Augen hielt/ wie der Teufel ein Musterdes Stolzes ihm vorgehalten hatte. Demnach sollen wirvermittels des für uns übervcrdicnstlichen Blutes JesuChristi/ nachdem derselbe unaussprechliche Mühseligkei-ten und Drangsale für uns ausgcstanden/ mit so inni-ger Liebe Ihm/ unserm Erlöser anhangen/ und durchdie so erhabene Klarheit seines Lichtes zu ihm dergestalthingezogen werden/ daß keine Anschauungen aus demniedern Gebieth der Dinge unsere Blicke von dem Höch-sten hinwcgziehen können/ und falls unsere Absicht durchirgend eine Lüsternheit nach niedrigen Dingen noch getrü-bet würde/ möge die Erinnerung an die ewige Verdamm-niß und an die Quaken des Teufels davon uns befreye».So groß ist aber die Schönheit der Gerechtigkeit/ sogroß die Annehmlichkeit des ewigen LichteS/ das ist/