das Geboth des Herren/ noch die Einflüsterung der Schlan-ge hieng von der Macht der Menschen ab. Wie aber,frcy und gelöst von allen Banden icglicher Schwierig-keit/ ein vollends weiser Mensch den Wahrnehmungenniederer Reize widerstehen könne/ leuchtet schon darausein / weil auch thörichte Menschen / sobald sie zur Weis-heit übergehen wollen/ dieselben überwältige»/ so schwercS ihnen fallen muß/ die vergiftete Freude an der Be-friedigung böser Gewohnheiten nicht mehr zu geniesten.Allein hier entsteht die Frage; wenn dem Menschen zweyentgegengesetzte Anschauungen vor Augen schwebten / einevom Gebothe GottcS/ die andere von der Einflüsterungder Schlange / woher dann dem Teufel eingeflnstert wur-de/ der Entschluß von Gott abzufallen/ ein Entschluß/durch welchen derselbe aus seiner erhabenen Stellunghinunter stürzte; denn falls er keine Anschauung hatte/mangelte ihm auch der freye Willen zu thnn/ was erthat: und wäre ihm nicht irgend etwas eingefallen / sohätte er das Bose auf keine Weise wollen können. Wo-her aber siel ihm ei»/ was es immer seyn möge/ dasihm eingefallen ist/ und dazu ihn verleitet hat/ aus ei-nem guten Engel ein Teufel zu werden ? Wer will /muß doch etwas wollen; was aber weder von Aussendurch den Sinn des Körpers ihn anregct/ noch vonInnen auf verborgene Weise ihm cinfällt/ kann er un-möglich wollen. Wir müssen demnach die verschiedenenArten der Wahrnehmungen/ oder Anschauungen von
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