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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
309
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schritt / den der erste Mensch von der höchsten Stuffcder Weisheit zur Thorheit gemacht hatte/ weder thörichtnoch weise gewesen / wie z. B. in Bezug auf Schlaf undWachen das Einschlafen noch kein Schlafe»/ und dasAufwachen noch kein Wache» ist/ sondern ein bloßerUcbergang von dem einen zum andern. Doch tritt hierder Unterschied ein / daß das Einschlafen und AufwachenmeistcntheilS unfreywillig geschieht; der Uebcrgang vonder Thorheit zur Weisheit/ und umgekehrt/ stets frey-willig ist/ wcßwcgen der Letztere der Gerechtigkeit'ge-mäß nothwcndig der Vergeltung unterliegen muß.

XXV.

Allein weil der Willen nicht durch jede Sache / sondernnur durch irgend eine Wahrnehmung angcreget wird:jeder Mensch aber eine Wahrnehmung festzuhaltcn/ odersie auSzuschlage»/ die Gewalt/ jedoch keineswegs dieMacht hat/ zu bestimme» / was für eine Wahrnehmungihn reizen soll; können wir nicht in Abrede seyn/ daß dieSeele von Wahrnehmungen höherer/ und niederer Artangcsprochcn werde/ dergestalt/ daß sie zufolge ihrervernünftigen Selbstständigkeit aus bcydcn frcywilligwählen könne/ und nach Beschaffenheit ihrer Wahl/entweder künftiger Unseligkeit/ oder Seligkeit sich wür-dig mache: z. B. im Paradiese war eine Wahrnehmunghöherer Art das Gcboth GottcS: eine Wahrnehmungniederer Art die Einflüsterung der Schlange. Weder