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möge»/ falls' er dasselbe gut gebrauchen wollte/ zu einerVollkommenheit sich empor ;u schwingen / welche er nochnicht hatte. Etwas anderes nämlich heißt vernünftig;etwas anderes heißt weise seyn. Die Vernunft machtjeden der Erkenntniß des Gesetzes fähig/ dem er huldi-gen soll/ um ausznüben/ was' das Gesetz gebiethct. Wienun Erkenntniß des Gesetzes wesentliche Folge der Ver-nunft/ so ist Weisheit wesentliche Folge der Beobach-tung deS Gesetzes. Und wie die Vernunft sich zur Er-kcnntniß des Gesetzes/ so verhält sich der Wille zur Be-obachtung des' Gesetzes. Und wie die vernünftige Naturder Erkenntniß des' Gesetzes fähig/ so ist die Beobach-tung deS Gesetzes der Weisheit würdig. Sobald aberder Mensch fähig wird das Gesetz zu erkennen/ wird erzugleich auch der Sünde fähig. Zweyfach aber ist dieMöglichkeit der Sünde vor eingctrcttcncr Weisheit. Ent-weder Unterlassung/ für die Erkenntniß deS Gesetzes sichzu befähigen/ ober Nichtbeobachtung deS erkannten Ge-setzes. Der Weise aber sündiget durch seine Abwendungvon der Weisheit: denn wie das Gesetz nicht von dem-jenigen aus'geht/ welchem cS gebiethet/ sondern von dem-jenigen/ welcher gebiethet: so geht auch die Weisheitnicht von demjenigen auS/ welcher erleuchtet wird / son-dern von dem/ der erleuchtet. Warum sollte also derSchöpfer deS Menschen nicht in allen Beziehungen ge-priesen werden? Gut ist ja der Mensch / und besser alsdas Thier schon dcßwege»/ weil er fähig ist eines Ge-