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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
303
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dic Erscheinungen und Bewegungen aller Geschöpft/wofern sie Gegenstände menschlicher Betrachtung sind/in'S Aug fassen/ geben sie die Lehre/ und rufen ermah-nend durch ihre verschiedenen Bewegungen und Verän-derungen/ als so viele Sprachen / ernstlich uns zu/ nachErkenntnis; des Schöpfers zu streben. ES gicbt auchkein Wesen unter ihnen/ welches weder des Schmerzend/noch der Wohllust empfänglich/ nicht Lurch irgend eineEinheit die Zierde seiner eigenthümlichcn Gattung er-reichte / oder durchgängig auf irgend eine Weise seineeigene Wesenheit befestigte. Kein Wesen also/ daswahrnehmend die Bitterkeiten des SchmerzenS/ oder dieLieblichkeiten der Wohllust nicht durch Verabscheuung desSchmerzenS/ und durch Verlangen nach Wohllnst an denTag legete/ wie cS Trennung ßiehe/ und nach Einheitstrebe. Selbst bcy den vernünftigen Seelen geht der Triebnach Erkentttniß/ an der ein vernünftiges Wesen sich er-freut / und durch welche alle Wahrnehmungen auf Einheitbezogen werden/ in Vermeidung deS ZrrthumS auf nichtsanderes aus'/ als jede finstere Verworrenheit von sichauSzuschliessen. Jede Verworrenheit ist aber deßwegcnso lästig/ weil sie einer bestimmten Einheit ermangelt.Daraus leuchtet ein/ wie Alles'/ sowohl was schmerzet/als was Schmer; empfindet/ wie auch / was' ergötzet oderergötzt wird, die Einheit des Schöpfers anzeiget undlaut verkündet; wenn aber Unwissenheit und Unvermö-gen/ von welchen aus dieses' Leben notwendig seinen