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der/ weil cr cinsieht/ wie nicht seinen eigenen Kräften/sondern der Güte seines Urhebers nur verdanket werdenmüsse/ was' er ist/ so wie auch desselben unterstützendenGnade/ daß cr selig ist. Allein wie lieber dem Men-schen derjenige wird/ von welchem er sein Dascyu hat/desto unerschütterlicher wird seine Nutze in ihm/ unddesto reichhaltiger der Genuß des ewigen Wesens. Wennwir den jungen und noch rohen Zweig eines Baumesnicht unfruchtbar heißen dürfen / weil er einige Jahreohne Früchten ausschlagt/ bis die Zeit seiner Frucht-barkeit anlangt / warum sollte der Urheber der Seelenicht mit schuldiger Frömmigkeit gepriesen werde»/wenn er ihr einen solchen Anfang gab/ daß durch Nach-denken und VorwärtSschrciten zur Frucht der Weisheitund Gerechtigkeit sic gelangen kann; ja auch eine solcheWürde ihr verliehen hat/ daß der freye Willen nachSeligkeit zu streben / in ihrer eigenen Macht liegt?
XXIII.
Auf diese unsere Behauptung schimpfen dennoch ge-wöhnlich unkundige Menschen; und zwar weil sic oftkleine Kinder sterben / und verschiedene Leiden des Kör-pers dulden sehen. Sie sagen: warum mußte geborenwerden/ wer/ ohne irgend ein Verdienst im Leben er-worben zu haben/ das Leben wieder verlassen hat? Oderwohin soll nach dem künftigen Gerichte derjenige kom-men/ welcher weder unter die Gerechten/ zumal cr nichts