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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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Gutes gethan hat/ noch auch unter die Bösen gehört/weil er niemals gesündiget hat? Solchen Menschenist ;u antworten: in Hinsicht auf den Umfang des Welt-alls/ und auf die allervollkommncste Ordnung in derVerbindung aller Geschöpfe / sowohl im Raum als in derZeit/ könne die Schöpfung keines einzigen Menschenüberflüssig seyn / zumal nicht einmal ein Blatt desBaumes zwecklos geschaffen wurde; unnütz sey aber nachden Verdiensten desjenigen zu frage»/ welcher nichtsverdienet habe; denn man hat nicht zu fürchten / alswäre zwischen dem Rechtthun/ und der Sünde keinmittleres Leben möglich / und auch zwischen Belohnungund Strafe kein mittlerer Spruch des Richters. Beydiesem Anlässe pflegen Menschen auch oft zu fragen/ wasdas Sakrament der Taufe Kindern nütze/ welche viel-fältig nach Empfangung desselben sterben/ bevor sie auchnur einige Erkenntniß darüber erhalten konnten. Indieser Sache ist hinlänglich die fromme und wahre Ucber-zeugung/ daß der Glauben derjenigen dem Kinde nütz-lich werde/ welche dasselbe zur Heiligung anbiethen.Und das heilsamste Ansehen der Kirche erinnert/ jedersolle daraus entnehme»/ wie nützlich ihm sei» Glaubesey/ wenn auch der Glauben anderer zum Wohl derjeni-gen ersprießlich werden kann / welche noch keinen eigenenGlauben haben. Oder was hat nicht der Glaube derWittwc dem Sohne genützt; der Glaube / sage ich / dender Gestorbene nicht hatte/ aber durch den Glauben,