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cin Fehler in de» Lauten der Sprache als Verbreche«/wie eine Gesetzwidrigkeit in den Handlungen/ ungerech-net würde/ wäre ein Kind keiner Sündezu beschuldi-gen/ weil es von einer mangelhaften Sprache aus denAnfang gemacht hätte/ sich Wohlrcdcnheit zu verschaf-fen; beschuldiget aber würde cS/ sobald in Folge sei-nes verkehrten Willens entweder in alte Fehler es zu-rückgcsunkcn/ oder in demselben Fehler stets verbliebenwäre. Dieselbe Bcwandtniß hat es mit der natürlichenUnkunde des Wahre»/ und dem natürlichen Unver-mögen zum Guten: wenn allmählige Erhebung einesMenschen zur Weisheit und ruhiger Seligkeit mit ihnenanhcbet/ wird als natürlicher Anfang des Gute»/ wederdie Unwissenheit noch das Unvermögen des Menschenbeschuldiget werden können. Aber wer fortzuschreitcnverschmähet/ oder von dem Fortschritte wieder fceywil-lig zurücksinkt/ leidet mit Recht und leidet nach Ver-dienst solche Strafen. Dem Schöpfer aber gebührt über-all Lob / weil er das Geschöpf von der Unvollkommenheitzur Empfänglichkeit für die höchste Vollkommenheit denAnfang machen läßt/ oder weil er dasselbe in seinemFortschrcitcn unterstützet; oder im Fortschritte seineGüte vermehrt und vervollkommnet / oder endlich/ fallscs sündiget/ d. h./ entweder seine Anlagen nicht zurVollkommenheit entwickeln will / oder von schon gemach-ten Fortschritten wieder zurücksinkct/ dasselbe in einenKreis versetzet/ welcher/ nach der Ordnung der ewigen