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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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selben gesucht werden darf/ welcher etwa tiefer läge.Don der Unwissenheit ober und dem Unvermögen natür-licher Art hebt die Vervollkommnung der Seele an/ undschreitet fort zur Erkenntniß und zur Ruhe/ bis dasselige Leben in derselben vollendet ist. Wenn nun dieSeele diese Vervollkommnung in der Erkenntniß derWahrheit und der Frömmigkeit/ als wozu ihr daS Ver-mögen nicht mangelt/ freywillig vernachläßiget/ stürztsie in eine noch größere Unwissenheit und Schwachheit/und zwar mit Recht/ hinunter; in eine Unwissenheit undSchwachheit / welche/ einem Gesetze gemäß/ welches un-ter den Dingen niederem Ranges die wohlanständigsteund zweckmäßigste Ordnung festhält/ als Strafen zubetrachten sind: denn was die Seele von Natur ausentweder nicht weiß/ oder nicht kann / wird ihr niemalszur Schuld gelegt; wohl aber / wenn sie sich nicht Mühegiebt/ die Erkenntniß der Wahrheit/ und die wöchigeKrafc zum Nechthandeln zu erhalten. Nicht Wisse»/was Sprache ist/ und nicht reden können/ ist dem Kindenatürlich / und eine solche Unkundc und Unvermögen-heit in der Sprache wird nicht nur nicht als Verletzungder Grammatikalgcsetzc angesehen/ sondern ist vielmehrsehr lieblich und angenehm zu hören. Hat ja ein Kinddie Kunst der Sprache sich zu erwerben nicht vernach-läßiget; eben so wenig die schon erworbene Kunst irgendeiner Sünde wegen wieder verlohren. Wenn demnachunsere Seligkeit in der Wohlrcdenhcit bestünde / und