29.1
für unS nicht genugsam vorbereitet ist/ um darüber/ich will nicht sagen würdig sprechen / sondern auchnur richtig denken zu können. Doch um gleichwohldie angehobene Untersuchung unter Gottes Vcystand/wofern möglich/ zu vollenden/ ist nöthig/ daß wir zwei-fellos für wahr halten/ was immerhin in Hinsicht aufdie Geschöpfe entweder als schon vergangen erzählt/ oderals zukünftig voraus verkündiget wird / in soweit sol-ches geeignet ist/ die Religion in ihrer Vollständigkeituns ans Her; zu legen/ und zur uneigennützigsten LiebeGottes und des Nächsten uns zu entflammen. GegenUngläubige aber sollen wir diese Gegenstände des Glau-bens stets in Schutz nehmen/ und daher entweder ihrenUnglauben durch das Gewicht der Anktorität niederdrü-kcii/ oder ihnen möglichst anschaulich vor die Augen le-gen ; erstlich / wie cS gar nicht thöricht scy / an solcheDinge zu glauben; zweitens/ wie thöricht es aber sey/an solche Dinge gar nicht zu glauben. Unterdessen solleine falsche Lehre nicht so fast in Bezug auf vergange-ne und künftige/ als in Bezug auf gegenwärtige / undbesonders in Hinsicht ans unwandelbare Dinge wider-legt/ und der Jrrthum derselben viel möglichst zur wis-senschaftlichen Evidenz gebracht werden. Im Laufe derZeiten hat die Erwartung künftiger Dinge von der Un-tersuchung vergangener unverkennbare Vorzüge. Selbstin den hl. Schriften bezwecket die Erzählung vergange-ner Dinge entweder die künftigen vorzubilden/ oder