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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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beym Ursprung dcS Menschen die Strafgcrechtigkcit/ undin Folge dcS Lebens die befrcycndc Gnade hcrvortrete»zu lassen; werden wir aus der ersten Ehe jener Menschen/die eigener Sünde wegen iuJrrthum/ in'S Elend/ undin den Tod stürzten/ unwissend/ unvermögend/ undsterblich geboren. Tie Seligkeit ist nämlich dem erstenMenschen durch die Verdammnis; nicht dergestalt genom-men worden/ daß auch seine Fruchtbarkeit vcrlohrcngegangen/ zumal desselben Nachkommenschaft / selbst imFleische und in der Sterblichkeit noch/ auf ihre Weisedie Ehre und die Zierde der Welt seyn konnte. Gegenalle Billigkeit würde der erste Mensch bessere Kindergezeugt haben / als!er selbst war; billig hingegen ist es/daß / wer sich zu Gott bekehren will / um die Strafedes' AbfallcS/ welche zufolge der Geburt auf ihm lastet/zu heben/ in solchem Bestreben nicht gchcmmet/ sondernvielmehr unterstützt werde. Wie leicht es aber für denMenschen gewesen wäre / falls er nur gewollt hätte/seine ancrschaffcnc Würde zu behalten/ zeigt der Schöp-fer der Dinge augenscheinlich dadurch/ daß desselben Nach-kommenschaft auch die angcborne Sünde zu überwälti-gen vermag. Wer kann zu dem/ falls eine einzige Seelegeschaffen worden ist/ auS welcher die Seelen aller Men-schen/ die geboren werden/ hcrstammen/ noch behaup-ten/ daß er nrcht gcsündigct habe/ obwohl der ersteMensch gesündigct hatte. Wofern aber die Seele bcyjedem / der geboren wird / einzeln entstehet/ ist cS nicht