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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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lc» unüberwindliche Hindernisse setzt? Derlei Mensche»müssen jedoch mit kurzen Worten abgefcrtiger und ihremMurren gegen Gott ein Ende gemacht werden. MitRecht zwar möchten sic sich beklagen/ wofern kein Uebcr-winder dcS JrrthumS und der Lust unter den Menschensich fände; wenn aber überall ein solcher ihnen sich an-biethet; wenn Er auf mannigfaltige Weise durch Ge»schöpfe/ welche dem Herrn dienen/ dem Abgefallencnrufet / den Gläubigen lehret/ den Hoffenden tröstet/ denLiebenden ermahnet/ den Kämpfenden stärket / den Bit-tenden erhöret; so wird dir nicht das' zur Schuld angc-rechnet/ was' du gegen deinen Willen unwissend bist/ son-dern nur die Unwissenheit als' Folge deiner Nachlässigkeitin Nachforschung dessen/ was du nicht weißst. Nicht/weil du deine verwundeten Glieder ohne Verband lässest/sondern weil du nicht achtest denjenigen/ welcher deineGlieder heilen will / wirst du beschuldiget. Diesessind aber eigene Sünden. Keiner hat ja verloren diettcbcrzeugnng/ nach Erkcnntniss nützlicher Dinge stre-ben zu sollen/ solcher Dinge nämlich/ deren Unwis-senheit ihm schädlich ist. Demüthig soll auch jeder seineSchwachheit bekenne»/ auf daß seiner Sehnsucht undseinem Bekenntniß derjenige zu Hülfe komme/ der/ ohnezu irren und ohne sich zu bemühen / hilft. Wenn alsoJemand aus Unwissenheit Unrecht thut/ oder/ seinesUnvermögens wegen / nicht recht thut/ heißt man dieses'dcßwcgen Sünde / weil cS von der Ursünde des freycn