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de ln ist Sunde. Wenn aber weder die eigene/ nochdie Natur eines Andern Jemanden zur Sünde nöthigct/bleibt nichts' übrig/ woraus'die Sünde entspringen könnte/als' der eigene fr eye Wille des' Sünders. Willst dudieses dem Schöpfer zuschrcibei!/ so wird der Sünder ge-rcchtfertiget/ zumal er nichts begangen hat/ was nichtin den Anstalten dc-S Schöpfers läge; wo aber Rechtfer-tigung möglich ist/ ist keine Sünde. Man darf also dieses'dem Schöpfer nicht zuschreiben: denn wir müssen ihnloben/ wenn der Sünder entschuldiget; loben auch woer nicht entschuldiget werden kann. Wo Entschuldigungmöglich/ da ist keine Sünde; also Lob dem Schöpfer;wo aber Vcrtheidigung unmöglich/ ist nur in so weitSünde/ als der Sünder vom Schöpfer sich abgewendcthat/ also wieder Lob dem Schöpfer. Ich finde also,durchaus' nichtS/ und behaupte/ daß weder etwas gefun-den werden könne/ noch irgendwo etwas sey/ warm»unsere Sünden dem Schöpfer — unfern; Gotte — zugc-schrieben werden müssen; denn ich finde ihn in Bezugauf diese Sünden prciSwürdig/ nicht nur deßwcgen/weil er sie strafet/ sondern auch defiwegen/ weil dieSünden nur dadurch entstehen können/ weil der Sün-der von Gottes Wahrheit abwcichet. Evod. Ich höredieses mit ausserordentlicher Freude, finde cs' wahr, undbin durchgängig auch deiner Ucbcrzeugung/ daß nämlich/unsere Sünden dem Schöpfer zuschreiben / ohne Wider-rede; gegen alles Recht und alle Vernunft sey.