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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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dcrcrseitS aber den Stolz / durch welchen er gefallenwar/ zu brechen und zu bündigen; ein Laster zu bündi-gen also/ welches die einzige Ursache ist/ wo immerdas Ziel der göttlichen Erbarmung verschmäht wird.Oder wer ist der Erbarmung bedürftiger/ als der Arm-selige? wer aber derselben auch unwürdiger/ als der inseiner Armseligkeit Stolze? — Deßwegen hat jenes gött-liche Wort/ durch welches alle Dinge geschaffen wurden/und in dessen Genuß die Seligkeit der Engel bestehet/seine Huld bis zu unserm Elend hinunter gelangen las-sen ; das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns(Joh. i/ tü.): so konnte der Mensch / noch ungleich denEngeln/ gleichwohl das Brvd der Engel geniesten / weilnämlich daS Brod der Engel stch würdigte/ dem Men-schen gleich zu werden (Psalm 77/ 26). Indessen ver-ließ e-S die Engel nicht/ während dem es zu uns hinab-stieg/ sondern blieb für sie und uns dasselbe ungetheilteVrod/ jene innerlich nährend/ durch die ihm cigcn-thümliche Gottheit/ uns äußerlich/ durch die An-nahme nnserS eigenen Scans/ warnend und vermittelsdes Glaubens uns befähigend/ zu einem gleichen GenüsseSeiner/ in sinnfälliger Gestalt: denn weil ein vernünf-tiges Geschöpfe nur in jenem Worte seine allerbesteSpeise findet; die menschliche Seele aber vernünftig/jedoch durch die sterblichen Bande der Sünde dergestaltgchemmet und entwürdiget ist/ daß sie nach Erkennt-niß unsichtbarer Dinge nur vermittels Nuthmaßungen