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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
248
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ihnen gleich werden sollten/ nnd daher theilen sie auch/in dieser Gesinnung verharrend/ die Strafe jener ab-trünnigen Engel/ welche eigene Nacht mehr / als.dieAllmacht GotteS lieben. Solche werden zur Linken ge-stellt/ weil sie nicht auf dem Wege der Dcmuth/ vonder doch Jesus Christus selbst ein Musterbild ihnen vordie Augen gestellt hat/ Gott gesuchct/ sondern über-niüthig und stolz fortgelebt haben: an sie werden dieWorte gerichtet: (Math. 25 / i.) „Gehet hin in dasewige Feuer/ welches für den Teufel und sei-ne Engel bereitet worden ist."

X.

Zweifach ist also der Ursprung der Sünde; aus selbsteigenen Gedanke»/ und ans fremder Ucbcrre-dung/ worauf die Worte des Propheten (Psalm 18/ i-l)bezüglich scheinen: Reinige mich/ Herr! meinerverborgenen Sünden wcgcn / und v e r s ch onedeinem Diener jener wegen/ die von Andernherrührcn." Sowohl der Ursprung zweiter/ als dererster Art ist ein freywilligcr: denn sowenig Jemandwider seinen eigenen Willen durch eigenen Entschlußsündiget/ willigt er auch/ wenn er dem bösen Ratheeines Andern folgt/ gegen seinen eigenen Willen zurSünde ein. Indessen ist die Sünde/ welche nicht nurohne fremde Einflüsterung aus eigenem Entschlüsse ent-springt/ sondern auch aus Mißgunst und mit Tücke einen