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vermöge» überhaupt zu längnen; weil nämlich / fallswir keinen eigenmächtigen Willen habe»/ unserWollen eigentlich lkein Wollcn ist. Wenn es alsounmöglich ist/ daß wir nicht wolle»/ gerade wo wirwollen/ müssen nothwendig alle/ welche wollen/ eineneigenen Willen haben. Und nichts anderes kann inunserer Gewalt liege»/ wenn nicht das/ ohne welcheskeiner wollen kann. Unser Willen demnach wäre keinWillen/ falls er nicht in unserer Gewalt läge. Alleinwenn er in unserer Gewalt liegt/ ist er in Rücksichtunser ein freyer Willen: denn in uns giebt es nichtsfreyes/ als was in unserer Gewalt ist/ und umgekehrtist nothwendig frey/ was in unserer Gewalt ist. Demzufolge müssen wir weder das Vorhcrwissen Gottes inBezug auf alle künftigen Dinge/ noch die Freyheit un-seres Willens läugncn: denn eben weil Gott zum vor-aus weiß/ daß unser Willen seyn werde / wird auch unserWillen seyN/ wie Gott voraus weiß/ daß er seyn werde.Demnach wird ein Willen seyn/ weil Gott weis'/ daß einWillen seyn werde. Aber es wird kein Willen seynohne Eigenmacht/ und so ist Gott auch dieser zum Vor-aus bewußt. Durch das Vorwissen Gottes wird meineSelbstmacht nicht nur nicht aufgehoben/ sondern viel-mehr vergewissert/ zumal derjenige/ in dessen Vorher-wissen kein Jrrthum möglich ist/ zum voraus weiß/ daßich Kraft/ mich selbst zu bestimmen/ haben werde. Evod.Nun läugne ich ferner nicht mehr/ daß alles'geschehen