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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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müsse/ wie Gott Voraussicht/ daß cS geschehen werde/und daß Gott auch unsere Sünden zum voraus auf eineWeise wisse / welche weder die Freyhcit unseres Wil-* lcnS aufhebt/ noch verhindert/ daß wir den Willendurchgängig in unserer Macht haben.

' IV.

A u g. Was also mag dich noch beunrnhigen? Stellst! du vielleicht/ Vergessend/ was unsere erste Abhandlung! schon ins Licht gesetzt hat/ wieder in Abrede/ daß wedervon einer hohem / weder von einer niederen / noch auchvon einer uns gleichen Gewalt gezwungen/ sonderndurchaus mit freyem Willen wir sündigen? Evod. Ichstelle von allem diesem nichts in Abrede; gestehe abergleichwohl/ daß ich noch nicht cinsehe/ wie einandernicht widersprechen die zwcy Sätze: Gott weiß unsereSünden zum voraus'/ und wir sündigen durcheine sreye Wahl nnsercö WillenS. Allerdingsmüssen wir bekennen/ daß Gott gerecht; aber auch nichtweniger/ daß Er zukünftiger Dinge bewußt sey. Indes-sen wünschte ich zu wisse» / wie die Strafen / nothwcndiggeschehener Sünde»/ gerecht seyn können/ oder dann/ wieSünden nicht nothwcndig geschehen/ von denenGott zum voraus weiß / daß sic geschehen werden: oderi endlich/ warum dem Schöpfer nicht zugeschrieben wer-' den müsse/ was immerhin seine Geschöpfe nothwen-dig thun? Aug. Warum scheint dir) die freye Wahl

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