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sondern mit freycm Wille»/ warum / sage ich / diese zwcySätze einander nicht so entgegengesetzt scyen/ daß derEine den Andern aufhcbcn müsse: denn wenn Gott vor-aus' weiS/ sagst dii/ der Mensch werde sündigen/ muß derMensch nothwendig sündigen; wenn aber der Menschnothwendig sündiget/ so herrscht im Sündigen keineWahlfreyhcit des WillenS/ sondern vielmehr eine unaus-weichliche und unabänderliche Nothwendigkeit. Nunfürchtest du / als nothwcndige Folge entweder / was dieGottlosen behaupten: Gott könne die künftigen Dingenicht zum voraus' wisse»/ oder dann/ falls das Vorhcr-wissen Gottes nicht gcläugnet werden kann / das unaus-weichliche Geständniß: wir sündigen nicht mit freyemWillen/ sondern nothwendig und gezwungen. Ist eretwas anderes/ was dich beunruhiget? Evod. EinS-weilcn nichts anderes. Au g. Du glaubst also/ daß alleDinge/ in Bezug auf welche Gott ein Vorhcrwisscnhat/ nicht frcywillig/ sondern nothwendig ge-schehen? Evod. Durchaus nothwendig/ glaube ich.Aug. Nun so gieb Acht/ und sage mir/ blickend indich selbst/ was für einen Willen du Morgen habenwerdest/ ob de» Willen zu sündigen/ oder den Willengut zu handeln? Evod. Ich weiß es nicht. Aug. Glaubstdu vielleicht auch / Gott wisse dieses nicht? Evod. Kei-neswegs möchte ich dieses glauben. Aug. Wenn alsoGott weiß / was für einen Willen du Morgen haben wer-dest/ so wird er nicht weniger den künftigen Willen aller