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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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lens aus Liebe zuZ irgend einem Genüsse: nun weiß icl,aber nicht/ was noch eigen genannt werden könnte,wenn der Willen, durch den ich will und nicht will,nicht mein eigen ist. Wem daher, falls nicht mir selbst,darf zugeschrieben werden, was ich vermittels des Wil-lens BöscS thuc? Allein weil ein guter Gott mich ge-schaffen hat, und ich nur vermittels des Willens guthandeln kann, leuchtet deutlich genug in die Augen,daß der Willen vorzüglich zum.Guthandcln von einemguten Gott gegeben worden scy: die Belegung aber,vermittels welcher der Willen sich bald da, bald dorthinwendet, könnte, wofern sie nicht frcywillig, oder von un-serer Gewalt nicht abhängig wäre, weder gelobet, wennsie aufhöhere, noch getadelt werden, wenn sie aufnie-dcre Gegenstände, als Zwecke der menschlichen Seelehinziclte: nicht weniger wären alle Warnungen übcr-flüßig, irdische Güter zu lassen und nach ewigen Güternzu streben; ein böscS Leben zu verabscheuen und eintugendhaftes anzustrcbcn. Wer aber derlei Warnungenfür überflüssig hält, muß aus der Zahl der MenschenauSgcstrichen werden,

II.

Da nun die Sache sich so verhält, bin ich unaus-sprechlich begierig zu wissen, wie es möglich scy, daßGott alle künftigen Dinge voraus wisse, ohne daß wirdeßwcgcn zu sündigen genöthiget werden: denn wer

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