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2. Daß die Abweichungen vom Urbilde nur als freueHandlungen der Geschöpfe/ nicht als nolh-wendige Wirkungen der Natur zu betrach-ten scyen;
Z. Daß dergleichen Abweichungen sowohl gcriigct alsgestraft werden müssen/ und daß jede Rüge undjede Strafe ein Lob des UrbildeS/ von welchemabgewichen wird/ also eine Verherrlichung desSchöpfers' scy/ dessen Gesetze durch Rüge geprie-sen und durch Strafe geltend gemacht werde»;
4. Daß die Fehler der Geschöpfe nur der zu erkennenvermöge/ und zu rügen berechtiget sey/ welcher diegöttliche Kunst versteht/ nach der sic geschaf-fen wurden.
Auf die Frage aber / worin denn die letzte UrsacheSer Einwilligung des freyen Geschöpfes zur Abweichungvon seinem Urbilde und seiner Bestimmung liege/ oder/welches die Wurzel aller Uebel sey/ giebt cS keinevernünftige Antwort/ als die: sie/ diese Wurzel/ liegtin einem über die Schranken der Genügsamkeit hinaus-gchendcn Verlangen/ welches/ als solches/ eine böse/weil eine verkehrte Begierlichkeit ist/ die aber in kei-nem Falle über den Menschen/ ohne desselben freye Ein-willigung / vorherrschend werden kann. Frcylich hat dasVorherrschen einer solchen Begierlichkeit oft ihren Grundentweder in der Unwissenheit/ oder auch in der Schwach-heit und dem Unvermögen des bcgierlichcn Wesens.