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3. Solche Wesen endlich/ die nicht sündigen konnten/weil ihnen der frcye Wille von Natur aus ge-bricht/ die aber durch ihr Daseyn und ihre unfrey-willige Wirksamkeit das Ganze zieren und denweisen Absichten des Schöpfers dienen.
Daraus jedoch / daß die wirkliche Welt die allerbesteist/ folgt keineswegs/ daß nicht eine andere eben sovollkommene möglich gewesen wäre; denn / falls die er-habensten Geister alle gcsündiget hätten / wie eine un-ermeßliche Zahl nicht gesündigct hat/ und nicht sündi-gen wird/ würde es Gott weder an Weisheit/ weder anMacht/ noch an Güte gemangelt haben / eine andere/als die gegenwärtige/ und dennoch eine durchaus voll-kommene Ordnung der Dinge cinzuführen; ein höheresWesen regiert nämlich die nieder» ohne der Beyhülfeder Mittelwescn bedürftig zu seyN/ und das allerhöchsteWesen regiert somit unmittelbar nach eigenem Wohlge-fallen alle Wesen. Von welchem Gesichtspunkte aus dem-nach das Weltall betrachtet und angeschaut werde/ er-gicbt sich allemal und nothwenig die höchste Lob - undPreiswürdigkeit des Schöpfers und Lenkers aller Dinge.
Dieselbe geht noch deutlicher hervor ans folgenderBetrachtungsweise. Alle Geschöpfe Gottes sind entwe-der in einem unverdorbenen/ oder in einem verdorbenenZustande; in jenem sind sie preiswürdig / in diesem sindsie tadelnswürdig. Aus dem unverdorbenen Zustand in denverdorbenen gehen sic hinüber durch die Verderbniß-