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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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ursprünglichen Feind des menschlichen Geschlechtes tri-umphircnd und herrschend werden, wie derselbe durchStolz ihm unterwürfig und dienstbgr geworden war.

Alle Wesen demnach, sowohl die, welche im Gutenverharrten, als auch die, welche gesündigct hatten, hatGott zur Zierde des WcltallcS, und somit zu seinerVerherrlichung hcrvorgcbracht. Derlei geschaffener We-sen aber unterscheiden wir drcy Klassen:

1. solche, die, obwohl sie das Vermögen zu sündigenhatten, doch weder gesündigct haben, noch jemalssündigen werden. Diesen, als den allervollkommcn-stcn Geschöpfen, ist die höchste Stuffc de§ DaseynSangewiesen und als solchen, die nur dem Schö-pfer unterthan, die ganze Welt untcrthänig; ihreMacht jedoch über die Welt ist bedingt durch ihrendemüthigen Gehorsam gegen ihren Schöpfer, undsomit gewurzclt in Gott.

2. Solche Wesen, welche gut geschaffen vermittelseigener Frcythätigkeit, oder vermittels ih-rer Willkühr sündigten. Diese thcilen fich insolche, welche in der Sünde verharrten und stetsverharren werden; und in solche, welche von derSünde sich wcgwenden und wieder auf die Bahn derTugend sich begeben. Jede Gattung dieser Wesenist die ihr cigenthümliche Stelle in der Rangordnungdes Ganzen zuerkannt, und daher tragt jede aufeigene Weise zur Verherrlichung Gottes bcy.