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Sünder. Auch sogar in Bezug auf die Sünder/ dieeinander selbst strafen / herrscht durchgängig das Der-hältniß des Rechts und der Billigkeit/ so zwar/ daßderjenige / welcher durch Verführung Jemanden vermit-tels desselben eigener Einwilligung unter seine Gewaltgebracht hat/ auch n- ch Belieben/ dem Rechte der Er-oberung gemäß / ihn behandelt. Daher die Influenzdes Satans auf die Sünder. Aber nicht wenigertritt die Ordnung des Rechts und der Billigkeit her-vor im Gange der Erlösung: denn wie der Stolz/welcher im göttlichsten Bcstandthcil des Geschöpfes sichentzündet hat/ Ursache aller Sünden und ihrer Folgengeworden war; so ist die gränzcnloscste Demuth desAllcrgöttlichsten/ desselben Menschwerdung und Erniedri-gung bis zum Tod des Kreuzes/ das einzige Gegengiftder Sünde und die ausschließlichste O.ncllc des wiederzu erlangenden Heiles. Die Gottheit wurde Mensch/und zeigte durch eigene Erniedrigung den Weg und daseinzige Mittel zur Wiedercrhöhung des gefallenen Men-schen. Durch Nachahmung der sichtbaren Demuth desGottmcnschcn muß der Stolz gctilget werden/ der denMenschen von Gott wcgzog und unter die Macht de»Satans brachte: denn vermittels dieser Demuth wird,auf dem Wege des Rechts und der Ordnung/ der gefalleneMensch allmählig der Gewalt des Satans wieder entzo-gen/ zur verlorenen Höhe emporgehoben/ und über den
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