Daraus folgt nicht/ daß die Wirklichkeit derSunde zur Vollkommenheit des WcltalleS nothwcndigsey/ sondern nur die Möglichkeit derselben/ welcheMöglichkeit/ wo sic durch beliebiges Wollen frcyer We-sen/ und in dieser Hinsicht Wirklichkeit wird/ das' un-glückliche DascyN/ als Strafe der Sünde/ der Ideegöttlicher Ordnung/ also der ewigen Vollkommenheitgemäß/ zur nothwcndigen Folge hat. Die Sünde undihre Strafe sind nicht Selbstwescn / sondern nur Ver-änderungen an den Wesen / wovon die erste ihren Grundin einer Art frcyer Selbstbestimmung/ die allerdingsschändlich ist und nicht seyn sollte; die zwcyte/ durchwelche die Schändlichkeit der erster»/ der Sünde näm-lich/ wieder ansgetilgt/ und der Sünder mit der göttlichenOrdnung wieder in Einklang gebracht wird/ in der Ideeder göttlichen Gerechtigkeit selbst hat; beyde als»/ dieSünde und ihre Strafe/ haben den Grund ihrer Mög-lichkeit einerseits/ und den Grund ihrer Nothwcndigkeitandererseits im Vollkommenen selbst. Hm Grund derMöglichkeit der Sünde aber/ d. i. in der menschlichenFrcyhcit als solcher/ liegt auch der Grund der Wirklich-keit der Sünde. ES steht demnach die ganze Reihescheinbarer Unvollkommenheiten mit dem absolut Voll-kommenen im innigen und unverkennbaren Bunde. DieGeschöpfe höherer Art werde»/ nachdem sie gesündigethabe»/ durch Geschöpfe niederer Art gestraft/ und siegereichen diesen letzter» zur Zierde/ wie z. B. jede nn-
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