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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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Nun aber wiederkchrt die dritte Frage/ ob der frcyeWille unter die guten Dinge zu zählen sey? Wenn dndieses mir erweisest/ werde ich ohne weiters zugebcn /daß ihn Gott uns gegeben habe/ und daß erhabe gegeben werden müssen. Aug. Du erinnerstdich wohl an den von uns festgesetzten Gang dieser Un-tersuchung/ und deiner Aufmerksamkeit ist nicht ent-gangen/ wie wir die zweite Frage schon beantwortethaben. Allein du solltest nicht weniger einsche»/ dagselbst die dritte Aufgabe schon gelöset sey. Dcßwegenhätte ja/ nach deiner Ansicht die Wahlfreyheit des Mil-lens nicht gegeben werden sollen/ weil in ihr ausschließ-lich das Vermögen der Sünde lieget. Als ich antwor-tite/ cS liege in der Wahlfreyheit des Willens nichtivcniger ausschließlich das Vermögen zum Gute»/ undversicherte/ daß sic vorzüglich zum Guten von Gott ge-geben worden sey/ sagtest du: der sreye Wille hätteuns gegeben werden solle»/ wie die Gerechtigkeit/welche Niemand mißbrauchen kann. Diese deine Ant-wort hat so viele Wendungen unserer Rede veranlaßt/damit als erwiesen cinleuchte/ wie/ sowohl die Güterhöherer / als die niederer Art/ ihren Ursprung ausschließ-lich von Gott haben. Allein der Beweis konnte nichteinleuchtend geführt werde«/ ohne vorerst die Meinungeiner gottlosen Thorheit/ welche aus dem Herzen desWahnsinnes spricht/ cS giebt keinen Gott/ insoweites nach dem Maaß unserer Kräfte in einer so wichtigen