Druckschrift 
Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
165
Einzelbild herunterladen
 

tung des Weltalls sic/ die Weisheit/ mit freudigem Ant-litz auf seinem Wege finden/ und sehen/ wie mit allerVorsicht sic ihm entgegen komme / und mit desto größe-rer Anstrengung wird/ von Liebe getrieben/ auf feinerLaufbahn vorwärts eilen/ wer den Weg/ auf welchemer zur Weisheit hinzukommcn wünschet/ durch die Weis-heit selbst verschönert sicht. Findest du aber ausser derGattung der bloS sey enden/ der auch lebenden undder nebst Diesem noch erkennenden Wesen / eine vierteGattung der Geschöpfe/ so magst du diese ein Gut hei-ße»/ welches' seinen Ursprung nicht aus Gott hat. Diedrey genannten Gattungen können aber auch mit zwcyWorten bezeichnet werde»/ ncmlich mit den Ausdrücken/Leib und Leben: denn die bloS leb c nd e n Wesenohne Erkenntniß/ z. B. die Thiere/ und die verstän-digen Wese»/ z. B. die Mensche»/ gehören allerdingsunter den Einen Begriff — lebende Wesen. Die zwei)Gattungen der Wesen aber/ nemlich die bloS körperli-chen und die auch lebenden / aber nicht erkennenden We-se»/ sind als bloße Geschöpfe zu betrachten: denn dieWesenheit de-S Schöpfers selbst heißt schlechthin/ „Le-ben"/ und ist allerdings das höchste Leben. Diese zweyGeschöpfe aber — Leib und Leben — zeigen dadurch/weil sie/ wie früher gelehrt wurde/ der Bildung fähig/und/ nur vermittels ihrer Form / vor Vernichtung ge-sichert sind/ genugsam an/ wie sic durch jene Urformerhalten werde» / welche stets dieselbe bleibt. Dcßwegen