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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
164
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unmöglich von sich erhalten / was sic selbst noch nichthat. ES kann demnach/ wie wir gesagt haben/ keineSache sich selbst gestalten. Doch wozu sollten wir nochlänger von der Wandelbarkeit des Körpers und der Seelereden? ES ist ja hierüber früher schon hinlänglich ge-sprochen worden. Aus allem geht aber nothwendig her-vor/ daß sowohl der Leib gestaltet / als die Seele gebil-det werden müsse / und zwar nach einer unwandelbarenund stets sich gleichbleibenden Form; zu dieser Formwurde gesagt/ (Psalm w/ 17.): „Du wirst die Din-ge umwandclii/ und sic werden eine andere Ge-stalt erhalten; du selbst aber bleibst immer der-selbe/ und deine Jahre nehmen nicht ab." Jah-re/ welche nicht abnehmen, sind nach der Sprache desPropheten — die Ewigkeit. Von dieser Urform wurdeferner gesagt (B. d. Weisheit 7/ 27.): Daß sie/ stetssich g l eich bl c i bcn d / Alles erneuere. Darausläßt sich aber auch begreifen/ wie die Vorsehung alleDinge lenke: denn wenn alle Dinge nur durch eineihnen eingebildete Form zu bestehen vermögen/ mußjene unwandelbare Form / durch welche alle wandelbareDinge bestehen / nothwendig in Hinsicht auf alle dieVorsorge treffen/ daß sic/ nach dem Urbild der ihneneingebildeten Formen/ entwickelt und wirksam werde»/weil alle diese Dinge nicht seyn würden/ falls keineewige und unwandelbare Urform wäre. Wer somit nachWeisheit trachtet/ wird im Anblick und in der Vctrach-