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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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denen die Erkennt« iß gebricht. Weil nun die Sachesich so verhält/ wundert mich / wie du diesem innernSinn einen Vorzug vor jenem Sinn geben könnest/durch welchen körperliche Dinge wahrgcnommen werden;wenn doch diese beydcn Sinne unter die Gattung le-bender Wesen gehören. Du hast aber den körperlichenSin»/ den wahrnehmbaren Körpern vorgczogen/ weildiese unter die Gattung der bloS scyenden Dingefallen / jener aber zu den auch lebenden gehört. Alleinda nun jener innere Sinn auch unter die lebendenDinge gehört/ warum hältst du ihn sür vollkommner?Doch nicht/ weil der innere den änsscrn Sinn wahr-nimmt: den unzuverläßig wirst du ja selbst den Grund-sair finden: das Fühlende sey vollkommner/ alsdas Gefühlte; denn daraus'folgte ja auch nothwen-dig: das Erkennende sey besser/ als das Erkann-te/ was doch augenscheinlich falsch ist / zumal derMensch die Weisheit erkennet/ aber deßwegen nicht voll-kommner/ als die Weisheit ist. Darum forsche nach /was du etwa für einen anschaulichen Grund habest/ deninnern Sinn jenem äußern / durch welchen wir die kör-perlichen Dinge wahrnehmcn/vorzuziehcn. Evod. Weiler der Leiter und Richter des äußern Sinnes ist: dennwenn der äußere Sinn in seinen Verrichtungen mangel-haft ist/ so fodert der innere Sinn/ gleichsam wie vonseinem Diener als eine Art Schuldigkeit/ die Ergänzungdesselben/ was früher gezeigt worden ist. Der Sinn