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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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EH

und solchen Dingen nicht nur anerkennt, sondern auchihre llebermacht an den Tag legt, begreift nun dieseVernunft, sage ich, vermittels ihrer selbst, ihr eigenesWesen, oder sich selbst? wußtest du von dem Dascyndeiner Vernunft, falls du nicht durch Vernunft dieVernunft erkennen würdest? Evod. Nein, gewiß nicht.Ang. Wenn wir also die Farbe wahrnehmen, aber nichtmit dem ihr entsprechenden Sinn auch unser Wahr-nchmen wahrnchmcn; und indem wir den Ton hören,nicht auch unser Hören hören; indem wir die Rose rie-chen, wohl etwas, aber nicht das Riechen riechen; in-dem wir etwas schmecken, nicht den Geschmack schme-cken, und indem wir etwas berühren, nicht das Berüh-ren berühren, ist es doch einleuchtend, baß durch keinender fünf Sinne die Sinne wahrgcnommcn werden kön-nen, obgleich alle diese Sinne körperliche Dinge wahr-nchmen. Evod. ES ist einleuchtend.

IV.

Aug. Ich denke, auch das scy klar, daß jener innereSinn nicht nur wahrnehme, was er von den fünf Sin-nen des Körpers empfangen habe, sondern daß von ihmauch die Sinne selbst, oder das Wahrnchmcn wahr-genommcn werde: denn sonst könnte das Thier sichweder zu einem Gegenstände hin, ihn verlangend,noch von einem Gegenstände hinweg, ihn verab-scheuend, bewegen, wenn es nicht sein Fühlen