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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
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Evod. Fahre lieber weiter. Aug. Wenn dein eige-nes Daseyn anschaulich gewiß ist; dir aber gleichwohlnicht gewiß seyn würde/ falls du nicht lebtest/ somuß dir auch dein eigenes Leben nicht weniger gewißseyn. Eichst du die iinwidersprcchliche Wahrheit dieserzwcy Behauptungen ein? Evod. Durchaus sehe ich sicein. Aug. Also wohl auch die Wahrheit dieser drittenBehauptung/ daß du erkennest? Evod. Auch diese.Aug. Welches aus diesen Dreyen scheint dir vortrefli-chcr? Evod. Die Erkenntniß. Aug. Warum geradedie Erkenntniß? Evod. Weil diese dreyDinge/ Sey»/Leben / Erkenntniß sich so zu einander verhalten:auch der Stein ist / auch das Thier lebt; der Stein aberlebt meines Erachtens' nicht/ und das Thier erkenntnicht: wer aber erkennet/ von dem ist cS sehr gewiß/daß er sowohl sey als daß er lebe. Deßhalb nehmeich keinen Anstand / dasjenige vortrcflichcr zu heiße»/in dem alle drey enthalten sind/ als daS/ wo nurZwei) oder nur Eines' gefunden wird: denn was' Le-ben hat/ hat offenbar auch Seyn; daraus folgt abernicht; eS habe auch Erkenntniß/ wie z. B. bcym Le-ben des' ThiercS zu sehen ist.. Was' aber bloS ist/ lebtdeßhalb noch nicht/ und erkennet noch nicht: denn eintodter Leib ist/ Leben aber hat er keines': was abernicht Leben hat/ hat noch viel weniger Erkenntniß.Aug. Wir sind also überzeugt/ daß zwey von den dreygenannten Dingen dem todtcn Leibe/ Eines dem