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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
99
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der Wahrheit ringen: denn wenn wir auf seine Er-mahnung hin suchen/ werden wir auch unter seiner An-weisung finden/ was von diesen Gegenständen in diesemLeben/ und von Menschen / wie wir sind / gefunden wer-den kann. Bessere Menschen werden schon ans dieserErde/ und alle Frommen und Guten gewiß im jenseiti-gen Leben eine hellere und vollkommncre Erkcnntniß er-halten. Solch eine Erkenntniß hoffen auch wir; unddeßhalb sollen wir Sie/ verachtend bloS indische undmenschliche Güter/ ausschließlich zum Gegenstand unse-rer Wünsche und unserer Liebe machen.

III.

Hn der gegenwärtigen Untersuchung aber wollen wir/falls cS dir so gefällig ist/ nach folgender Ordnung ver-fahren: erstlich untersuchen/ wie das Daseyn Got-tes einleuchtend gewiß sey: zweytcnS/ wie von Gottalle Dinge / wofern sie gut sind/ ihren Ursprung haben:drittens'/ warum der freye Willen unter die guten Din-ge gehöre. Aus der Erkenntniß dieser Gegenstände wirdvermuthlich hinlänglich klar werden/ ob cs recht sey/daß der Mensch einen frcyen Willen erhalten habe. Umaber von dein auS/ was' das Gewisseste und Anschaulichsteist/ den Anfang zu mache»/ sage mir vorerst/ ob duselbst seyest: oder ob du vielleicht fürchtest/ durch dieseFrage getäuscht werden zu könne»/ obwohl/ falls dunicht wärest/ gar keine Täuschung für dich möglich wäre?