Gott ihn gegeben habe/ weil nämlich die Ungewißheit,ob er nothwendig gegeben worden, auch die in sichschließt, ob von Gott derselbe gegeben scy, zumalNiemand glauben darf, Gott habe etwas gegeben, waser nicht hätte geben sollen. Aug. So viel indessenhältst du für unwidcrsprechlich, daß Gott ist? Evod.Ich glaube und zwar unerschütterlich fest an Gott;habe aber gleichwohl keine anschauliche Erkenntnis;von Gott. Aug. Wenn also einer jener Thoren,von denen geschrieben steht (Psalm 62, 2.): „ESsprach der Thörrichtc in seinem Herzen: es'istkein Gott" —in Unterredung mit dir deinen Glau-ben nicht anerkennen, sondern anschauliche Erkenntnis;von der Wahrheit deines Glaubens verlangen würde,wolltest du einen solchen Menschen sogleich verlassen,oder den Versuch wagen, auf irgend eine Weise vonder unerschütterlichen Gründlichkeit deines Glaubens ihnzu überzeugen, vorzüglich, wenn du etwa bemerktest,daß nicht Geist des Wiedcrspruches, sondern einzig Ver-langen nach Erkenntnis; der Wahrheit ihn antricbc?Evod. Deine letzten Worte lassen mich nicht in Ver-legenheit, was einem solchen zu antworten wäre: dennwie verkehrt nur immer seine Ansichten seyn möchten,gestehen müßte er mir doch, daß mit einem böswilligenund starrsinnigen Menschen über gar keine, und schongar nicht über eine so wichtige Sache gesprochen werdendürfe; so bald er mir aber dieses gestünde, müßte eS
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