halte»/ Gott gegeben hat? Denn so lang ungewiß ist/ obGott die Frcyhcit gegeben habe/ kann mit Recht die Fragegestellt werde»/ ob ste eine gute Gabe sey/ damit/ fallswir ste einmal als solche erkannt habe»/ wir schon deß-halb überzeugt werden/ Gott habe ste gegeben/ weil ErUrheber aller guten Gabe»/ also aller Güter des Men-schen ist: so wie wir anch / falls als eine nicht guteGabe dieselbe angesehen würde/ gewiß wüßten/ derjenigehabe ste nicht gegeben/ welcher in keiner Hinsicht böserGaben beschuldiget werden darf. Nachdem nun aberausser allem Zweifel liegt/ Gott habe sie gegeben/ müssenwir/ wie immer die Gabe beschaffen scyn möge/ beken-ne»/ sie habe gegeben/ und gerade so und nicht anderstgegeben werden müssen: denn derjenige hat sie ja gege-ben/ dessen Geben über jeglichen Tadel nothwendig er-haben seyn muß. Eood. So unerschütterlich fest meinGlauben in dieser Sache ist/ habe ich gleichwohl nochkeine anschauliche Erkenntniß/ und wünsche deshalb/die Untersuchung möchte so »»gestellt werden/ als wennwir in Bezug auf das Ganze noch in Ungewißheit wären:denn ich sehe wohl/ daß die Ungewißheit/ ob der frcyeWille zum Rcchtthun gegeben / zumal in ihm das Ver-mögen zur Sünde liegt/ auch ungewiß mache / ob er mitRecht und nothwendig gegeben worden sey: denn so langungewiß / ob er zum Rechtthun bloS gegeben/ ist auchnicht weniger ungewiß/ ob er nothwendig gegeben wor-den sey; aber eben deßwegcn wird auch ungewiß/ ob
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