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gek/ weil cr sie geschaffen hat/ als wenn er sie nicht ge-schaffen hätte.
Der freye Wille gehört unter die Güter desmittler» Ranges/ die gut/ oder übel gebraucht werdenkönnen. Wie die Vernunft sich selbst erkennt/ und dasGcdächtniß sich seiner/ wie anderer gehabten Vorstellun-gen erinnert/ beweget auch der Wille sich selbst/ undgiebt sich selbst/ wie allen übrigen Kräften und Vermö-gen des Menschen/ entweder eine gute/ oder eine böseRichtung; die erstcrc/ durch Zuwendung zu demunwandelbaren Gute; diezweytc/ durch die Abwen-dung von demselben und die Richtung zum Wan-delbaren und Vergänglichen der Dinge hin. Dieerste Richtung des freye» Willens liegt als Princip allenTugenden; die zweyte ebenso als Prinzip allen Sündenund Lastern / mithin allen Ucbclthatcn zu Grunde.Indessen steht sowohl diese/ als jene Richtung unter derLeitung der göttlichen Vorsicht/ gemäß welcher jederempfängt/ wessen er sich durch den Gebrauch seinesfrcyen Willens würdig gemacht hat; durch den Gebrauchseines Willens/ sage ich/ welcher böse/ oder gutseyn kan»/ während der freye Wille/ an sich betrach-tet/ stets gut bleibt. Woher aber dem an sich gutenWillen der erste Anstoß zu einer bösen Richtunggegeben werde/ ist eine andere Frage. So viel ist indes-sen gewiß/ daß dieser weder von Gott/ noch von ir-gend einem Geschöpfe herrühren könne/ weil Gott die