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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
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3. Nun entstehet die dritte Frage/ ob der frcye Wil-len unter die guten Dinge gehöre? Wen dieses/ so ister offenbar von Gott/ und zwar nur zum GuteSthungegeben, weil die Gabe Gottes' unmöglich zum Bösengegeben ist. Daraus aber/ weil er zum BöscSthun miß-braucht werden kann/ und auch wirklich mißbraucht wird/folgt keineswegs, daß er kein Gut, und nicht von Gottgegeben sey, zumal andere Dinge, die offenbar miß-braucht werden können, und sehr vielfältig mißbrauchtwerden, wie;. B. die Glieder des menschlichen Körpers'u. s. f. nichts dcstowenigcr Güter sind und Güter bleiben,welche von Gott ihren Ursprung haben. Wir unterschei-den nämlich drey Arten der Güter; Güter des' nie-drigsten Ranges, z. B. die Gestalten der Körper;Güter des höhern Ranges, z. B. die Vermögen undKräften der Seele; Güter des höchsten Ranges',z. B. die Tugenden. Nur die letzter» Güter könnenauf keine Weise mißbraucht werden, weil schon ihr Begriffden guten Gebrauch aller Dinge in sich schließt; diezwey ersten Arten der Güter aber sind dem Mißbrauchaus'gesctzt, ohne daß sie deßwcgen von ihrem eigentlichenWerth etwas verlieren. Preiswürdiger erscheint Gottin den Gütern des höchsten Ranges, als in denen desMittlern; preiswürdiger in diesen als in Gütern desniedrigsten Ranges; aber preis-und anbethungs-wür-dig in Allen, und zwar preis-und anbethungSwürdi-