mit Grund an dem Daseyn Gottes nicht gezwei-seit werden.
ES ist unleugbar/ daß die äußern Sinne/ daß auchder innere oder Gcmcinsinn/ ja selbst die Ver-n unft rückfichtlich ihrer Ae ußcrung in verschiede-nen Menschen verschieden seyen / nnd daß demzu-folge verschiedene Empfindungen/ Gefühle undErkenntnisse von einer und derselben Sache unterden Menschen statt finden können. Dcßwegen muß/ wasempfunden/ gefühlt/ erkennt wird/ von der Empfindung/dem Gefühle / und der Erkenntnis? wohl unterschieden wer-den; jenes ist von allen Mensche» unabhängig und ansich in allen Beziehungen gleich; dieses aber wird durchdie eigene Beschaffenheit der Empfindende»/Fühlenden/ nnd Erkennenden bedingt; wie dieseLetzteren das Subjektive nnd Besondere/ findjene das Objeetive und Allgemeine. Indessengiebt es Gegenstände/ die vom erkennenden Subjektkeine Veränderung erleiden / sondern allen Erkennenden/der Verschiedenheit ihrer Erkcnntnißkräftc ungeachtet/als durchaus gleich Vorkommen / wie z. B. alle mathe-matischen Wahrheiten/ welche/ so verschieden dieMathematiker an Fassungskraft und Borstel-lungs'vcrmögen nur immer find / doch stets ihre un-veränderliche Einheit und Gleichheit behalte»/und daher durch gar keine Verhältnisse auch nur in Et-was modifizirt werden. Eine solche unveränderliche
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