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Einheit und Gleichheit geht durch alle Zahlen Ver-hältnisse hindurch/ so daß in Bezug auf dieselbe/schlechterdings keine Veränderung/ weder eine Ver-schlimmerung/ noch Verv ollkommnung sich den-ken läßt/ obwohl die Mathematiker ins Unbestimm-te vollkom m ner/ oder unvollkom m n e r seyn undwerden können. Allein diese Einheit und Gleichheit dcSWesens und dcS Verhältnisses der Zahl wird durchkeinen Sinn wahrgcnommen / auch nicht durch diePhan tasie/ als Ideal/ vorgestellt/ sondern imLich tc deS Geistes geschaut und daher von allenVernünftigen/ als Etwas' schlechthin Allge-meines anerkannt. Deßwegen steht die Erken nt-niß der Zahl mit der Weisheit in so innigemBunde: denn auch die Weisheit als Erkenntniß derWahrheit/ in der das höchste Gut der Menschheit ent-halten ist/ muß als ein Kommunal Gut aller Weisenbetrachtet werden / so verschieden nur immer die Weisenunter sich seyn mögen/ zumal alle/ welche diesen Namenverdiene»/ durch die Theilnahme an denselben/ Allengemeinschaftlichen Gütern weise werden / und nichtdurch daS/ wovon sie Theil nehmen/ sonderndurch die Art und den Grad der Theilnahme/ un-ter einander verschieden sind.
Da Weisheit und Zahl stets' beysammen sind/könnte man die Frage aufstellcn; wie sie sich zu einan-der verhalten; ob die Weis Heist in der Zahl/ oder