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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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den. Auch leuchtete uns ciN/ wie eS von dem Willeneines jeden abhange/ ob er nach jenen/ oder diesenDingen streben und verlangen wolle/ und daß keineMacht/ ausser die des eigenen Willens/ die menschli-che Seele vom Throne ihrer Oberherrschaft hinab / undans der göttlichen Ordnung der Dinge hinaus zu stür-zen vermöge. Nicht weniger klar liegt am Tage/ daßniemals die Dinge/ welche wie immer mißbraucht/sondern einzig die/ welche sie mißbrauchen/ des' Bösenzn beschuldigen seycn. Fassen wir nun die im Anfangdieser Unterredung schon aufgeworfene Frage wiederin'S Ang/ um zu sehen/ ob nun unsere Aufgabe wirk-lich gelöset sey: wir wollten nämlich untersuchen/ wasUebelthun heiße/ und in dieser Absicht wurde ge-sagt/ was wir bischer gesprochen haben. Darum kön-nen wir nun überlegen und betrachten / ob Uebelthunetwas anderes heiße/ als die ewigen Güter/welchedie menschliche Seele aus eigcnthümlichcr Kraft genies-scii/ erkennen/ und immerwährend in Liebe besitzenkann/ verlassen/ und dagegen blos zeitlichen Din-gen/ welche nur den Bedürfnissen des niedrigsten Be-standteiles im Menschen entsprechen/ und stets unzu-verlässig bleibe»/ gleichsam als grossen und bewunde-rungswürdigen Gütern nachjagen. Ich wenigstens binüberzeugt/ daß in dieser einzigen Ucbelthat alle Uebel-thaten/ d. h. alle Sünden enthalten seyen. Was istaber deine Ueberzeugung? Evod. Meine Ueberzeugung