wegen nicht vom Ewigen frcy scycn: weil/ was im-mer gerecht ist / und nach dem Gesetz der Gerechtigkeitabgeändcrt wird/ Ausdruck des ewigen Gesetzes ist; da-gegen aber Alle / welche vermittels guten Willens demewigen Gesetz gehorsam und ergeben sind/ offenbar deszeitliche» Gesetzes nicht mehr bedürfen. Evod. Ichbegreife / was du sagest. Aug. Es bestehlt also das ewi-ge Gesetz/ die Liebe bloß zeitlichen Dingen zu entzie-hen/ und gereinigct von jedem irrdischcn Bcyschlag/ aufewige Dinge sie zu richten. Evod. Allerdings. Aug.Was anders gebiethet aber das zeitliche Gesetz/als daßGegenstände/ welche einige Zeit unser Eigenthum seynkönnen/ falls sie die Neigungen der Menschen erregen/nur unter der Bedingung besessen werden dürfen/ wofernFriede und Eintracht/ soweit in Rücksicht solcher Dingesie möglich sind / nicht verletzet werden ? DergleichenGegenstände sind: erstens / der Leib / und die sogenann-ten Güter des LeibeS/ als: ungestörte Gesundheit/Schärfe der Sinne / Kräfte»/ Schönheiten / und alleandern Dinge/ welche zu den nützlichen Künsten crfo-derlich sind/ und dcßhalb einen höher» Werth haben:eben so auch unbedeutendere Sachen: zweytcnS/ dieFreiheit/ welche aber nur in den Seligen/ und demewigen Gesetze innigst Verbündeten eine wahrhaftigeseyn kann. Hier reden wir aber nur von jener schein-baren Freiheit / welche diejenigen zu haben wähnen /die unter keinem Obern stehen/ und nach welcher alle.
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