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wollen; nicht Alle aber selig leben können: denn nichtAlle wollen rechtschaffen leben / und nur einem recht«
Thun; und dennoch geschah es nicht. Leichter gc->gehorchte der Körper dem leisesten Willen der Seele/und lenkte auf ihren Wink die Glieder/ als dieSeele stch selbst gehorchte/ ihren gewaltigen Willendurch bloßen Willen zu erfüllen.
Woher diese Mißgeburt und warum? ES leuchtemir deine Erbarmung; und fragen will ich/ ob etwadas Dunkel menschlicher Strafen und der finstereAbgrund menschlicher Drangsale mir Antwort gebenkönnen. Woher also diese Mißgeburt und warum?ES gcbiethet der Geist dem Körper/ und sogleich ge«horcht dieser; cS gcbiethet der Geist stch selbst undfindet Widerstand. ES gebiethct der Geist/ daß dieHand stch bewege; und so schnell gehorcht sie/ daßzwischen Befehl und Verrichtung kaum ein Unterschiedbemerkbar ist/ und doch ist der Geist ein Geist/ dieHand aber ein Körper. ES gebiethct der Geist demGeist zu wollen; und er ist es selbst / und kein an-derer/ und thut es' dennoch nicht. Woher diese Miß-geburt und warum? Er gcbiethet/ sage ich/ daß erwolle/ der doch nicht gcbiethcn würde/ wenn ernicht wollte/ und dennoch geschieht nicht/ wa§ erbefiehlt. — Aber nur halb will er; also nur halbbefiehlt er. Den» nur in sofern befiehlt er / in wie-fern er will/ und in sofern geschieht nicht / wa§ erbefiehlt/ insofern er es nicht will. Denn der Willegcbiethet/ daß er Wille sey/ und kein anderer/ son-dern er selbst. Aber nicht in ganzer Fülle gcbietheter; darum ist er auch nicht ganz/ was er gcbiethet.Denn wäre er ganz/ nicht befehlen würde er dann/zu seyN/ weil er schon wäre. Keine Mißgeburt als»ist eS: zum Lhcil Wollen/ und zum Thcil Nichtwol-