wirklich und wahrhaft gutwillig seyn? Evod. Nichtsandrrcs. Aug. Wenn wir aber den Gutwilligenselig preise»/ müssen wir nicht nothwendig für unselighalte»/ wer böswillig ist? Evod. Durchaus noth-wendig. Aug. Wie könnten wir noch länger zweifeln/daß/ falls wir auch früher niemals weise gewesen find/vermöge unserS Willens/ wie ein lobwürdigcS und seli-ges/ so auch ein schändliches und elendes Leben/ wirverdienen und führen können? Evod. Ich bekenne/ nunauf den Punkt gekommen zu seyn/ wo ich der Sache ge-wiß/ uud sie zu läugncn nimmer im Stande bin. Aug.Aber noch etwas anderes: denn ich glaube/ du werdestnicht vergessen haben / was wir guten Willen hießen/nämlich das Verlange»/ nach einem gerechten und sitt-lichen Leben. Evod. Ich habe eS nicht vergessen. Aug.Wenn also der gute Willen mit gutem Willen gclicbct/und fcstgehalten/ auch allen Gütern/ welche gegen un-ser» Willen verloren gehen können/ vorgczogcn wird/müssen nothwendig jene früher aus der Vernunft ent-wickelten Tugenden einer gutwilligen Seele inncwohnen/und als innewohnend/ das Wesen ihres gerechten undsittlichen Lebens seyn. Daraus gehet hervor/ wie/ werimmer ein gerechtes' und sittliches Leben führen will/wofern dieses Wollen kräftiger ist/ als die Neigung nachhinfälligen Gütern/ ein so großes Gut mit einer sogroßen Leichtigkeit erhalte/ daß zum vollständigen Besitzdesselben von ihm nichts weiteres gefodert werde/ als
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