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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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Gerechtigkeit aufgcfaßt/ und begriffe» hast. Evod. Jawohl; in lebhafter Vorstellung des' bisher Gesagten ge-stehe ich/ daß im Menschen/ der seinen guten Willenachtet und liebet/ alle vier Tugenden/ welche du frü-her mir so einleuchtend beschrieben hattest/ bcysamme»seyn müssen. Aug. Sollten wir aber nicht behaupten/das' Leben eines solchen Menschen verdiene Lob? Evod.Durchaus'; alles' ermahnt und nöthiget ja dazu. Aug.Scheint dir aber nicht / daß man ein elendes Leben aufalle nur mögliche Weise fliehen soll? Evod. Ja wohlscheint mir dieses'/ und ich halte es' für eine wichtigePflicht/ ja für eine Pflicht der Pflichten. Aug. EinlobwürdigcS Leben dürfen wir aber nicht fliehen? Evod.Durchaus nicht; im Gegenthcil nach demselben sollenwir streben. Aug. Ein elendes Leben ist also nie einlobwürdiges Leben? Evod. Dies ist eine nothwendigeFolge. Aug. Nun wird doch/ wie ich vcrmuthe/ dirnichts mehr im Wege stehen/ mit mir zu behaupten/ein Leben/ welches nicht elend ist/ sey ein seliges' Leben?Evod. Dieses'ist augenscheinlich. Aug. Du wirst alsojeden Menschen / welcher seinen guten Willen liebt/ undin Vergleich mit demselben alle Güter verachtet/ derenVerlust/ auch wahrend unserm Bestreben sie festzuhal-ten/ eintrettcn kann/ selig preisen? Evod. Natürlich:in Folge des früher Angegebenen. Aug. Du verstehstmich; allein heißt seinen guten Willen lieben / und/wie wir gesagt haben'/ hochachten/ etwas anderes/ als