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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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Willen, sondern daß wir anch einen guten Willen ha-ben. Aug. Sage/ wie hoch achtest du den guten Wil-len? Können mit ihm Reichthümcr/ Ehren / oder Lüstedes Leibes/ oder endlich alle diese Dinge zusammen inirgend einen Vergleich kommen ? Evod. Gott bewahrevor solch frevelhaftem Wahnsinn. Aug. Sollen wiruns nicht eines Gutes unserer Seele freuen / desguten Willens nämlich/ mit welchem verglichen alleoben genannten Güter durchaus verwerflich erscheinen/Güter/ die zu erhalten der große Haufen der Mensche»/doch so viele Mühen und Gefahren sich gefallen läßt?Evod. Im Gegcntheil; wahrhaft und recht sehr sollenwir un§ freuen. Aug. Wie aber/ ist der Verlust der-jenigen nicht groß/ welche die Freude entbehren müs-sen/ die ein so großes Gut gewähret? Evod. Sehrgroß. Ang. Es liegt als»/ wie du vcrmnthlich nunschon cinsichest/ einzig an unserem Wille / ob wir dieseFreude gemessen/ oder eines so großen und wahrhafti-gen Gutes verlustig werden wollen? Oder was hängtmehr von unser»! Willen ab/ als unser Wollen selbst?Hat aber Jemand einen guten Wille»/ so ist er schonhiedurch im Besitz desjenigen / was allen Herrlichkeitendieser Welt / und gar allen Lüsten dcS Leibes weit voc-gezogeu zu werden verdient? Hat er aber keinen gutenWillen / so entbehrt er schon aus diesem Grunde einesGutes/ welches weit vortrcflichcr ist/ als gar alle Gü-ter/ die nicht von unserer Macht abhangcn/ eines Gutes/