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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
57
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sinnige Untersuchung crfodcrt. Unterdessen können wiraber schon hier den gewünschten Aufschluß geben. Inder Absicht / ihn zu geben/ frage ich / ob wir irgend einenWillen haben? Evod. Ich weiß eS nicht. Aug. Ver-langst du cS aber zu wissen? Evod. Ich weiß auchdas nicht. Ang. Frage mich also nicht ferner. Evod.Warum nicht? Aug. Erstlich/ weil ich auf deine Fra-gen nicht antworten darf/ zumal du ja nicht wissenwillst/ was du fragest; zwcytens/ weil du nicht weisewerden willst/ und somit eine Unterredung mit dirzwecklos scyn würde; drittens endlich/weil du laufge-hört hast mein Freund zu scyn/ sobald du nimmer wün-schest/ daß cS mir wohl gehe. Spüre jedoch nur in dirnach / ob du gar kein Verlangen nach einem seligenLeben habest? Evod. Ich bekenne/ wir haben unleug-bar einen Willen; fahre also fort/ um zu sehen/ wasdaraus folgen werde. Ang. Ich will fortfahren: dochsage mir noch/ ob du / auch einen guten Willen habest/und dessen dir bewußt seycst? Evod. Was ist guterWille? Aug. Der Wille/ welcher gerecht und sittlichzu leben / und den höchsten Grade der Weisheit zuersteigen verlangt: spüre also in dir nach/ ob du ent-weder nicht nach Gerechtigkeit / Sittlichkeit und Weis-heit heftiges Verlangen hegest / oder solchen Verlan-gens ungeachtet / behaupten könnest/ eS gebe keinenWillen? Evod. Lch läugne weder das erste/ noch daszweytt/ und gebe also z»/ daß wir nicht nur einen